Das Finale ...

P1010591

Sonnabend, 30. Juni, 2018
… weiter ging unser Ritt durch die norwegische Nacht, die im Sommer nicht richtig dunkel ist, und wir gelangten in schnellem Tempo nach Fagernes. Willis Packbeutel mit den Armlingen war nicht angeliefert worden. Das sollte noch Folgen haben … Wir nahmen noch Futter zu uns. Ja, ja, “ordentlich essen” war Willis wichtigster Satz in den letzten Stunden. Und es folgte ein langer Anstieg auf circa 900m, wo wir in Beitostølen wieder viel Nahrung aufnahmen und Willis viel gepriesene Düse, auch Weltraumnahrung genannt, zum Einsatz kommensollte. Es war zunehmend kälter geworden und die warme Kleidung an der Station kam wie gerufen.
Es folgte ein kurzer, steiler Anstieg, eine kurze, rasante Abfahrt, bevor es bei aufgehender Sonne und Minusgraden mit über 10% bergauf zum Gipfel ging, der auf beachtlichen 1389m Höhe lag. Wir waren ziemlich groggy, und die lange, lange, bibberkalte Abfahrt, lies uns zunehmend auskühlen. Nach 60 Kilometer kamen wir durchgefroren in Randsverk, der nächsten Verpflegungsstelle an. Müde, unterkühlt und demotiviert legten wir uns ins Gras, schauten uns an, sahen den Besenwagen und entschieden: Hier ist Schluss!
Der Rest ist schnell erzählt: rein in den Besenwagen, der “ausgebucht” war (später hörten wir, es seien 100 Personen ausgestiegen, von ca. 600 Teilnehmern), und aufgetaut kamen wir in Sogndal an, wo wir im Zielbereich noch einen deftigen Grillteller verschlangen (natürlich nicht den Teller). Wohlwissend, die richtige Entscheidung getroffen zu haben, aber dennoch ein wenig deprimiert, fiel ich in einen tiefen Schlaf. Mir ist klar, dass ich diesen Ritt noch einmal machen werden, und dann halte ich durch!

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok