2018 Norwegen

Epilog

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Sonntag, 1. Juli, 2018

Nach einer geruhsamen Nacht öffnete ich die Glupscher und blinzelte durch das das in die gleißende Sonne, und erfreute mich an den tollen Blick auf die Fjordlandschaft in Sogndal. Die Beine schmerzten nicht sonderlich – ein gutes Zeichen.
Nach einem ausgiebigen Frühstück in der Jugendherberge war es Zeit abzufahren.
Ich lud meine Klamotten in Willis Auto und entlang unserer ursprünglichen Jotunheimenrundt-Strecke auf der Landstraße 55 fuhren wir auf den 1400m hohen Sognefjell, wo uns eine traumhafte Landschaft erwartete. Ein Außenspiegel für Willis Wohnwagen musste dran glauben: “Scheiß, die Flachlandtiroler mit ihren Wohnmobilen”, sprach Willi, rannte die Straße zurück, kratzte den Spiegel von der Straße, reparierte diesen mit Klebeband beim nächsten Kaffeestopp und dann konnte er wieder ans Auto montiert werden.
Weiter über Berg und Tal kamen wir schließlich in Otta an. Willi stellte seine Pommesbude auf und ich bezog eine einfache Hütte auf dem Campingplatz.
Wir aßen Willis selbstgemachte Rømmegrøt, von Spöttern auch Trollrotz genannt, und dann wurde mein Rennrad reisetauglich in eingepackt. Schließlich ließen wir den Abend bei einigen Gläser Rotwein ausklingen, wobei wir noch einmal über unser Rennradevent sprachen. Je später es wurde, desto mehr kreisten die Themen um das Leben im allgemeinen und speziellen ...

Das Finale ...

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Sonnabend, 30. Juni, 2018
… weiter ging unser Ritt durch die norwegische Nacht, die im Sommer nicht richtig dunkel ist, und wir gelangten in schnellem Tempo nach Fagernes. Willis Packbeutel mit den Armlingen war nicht angeliefert worden. Das sollte noch Folgen haben … Wir nahmen noch Futter zu uns. Ja, ja, “ordentlich essen” war Willis wichtigster Satz in den letzten Stunden. Und es folgte ein langer Anstieg auf circa 900m, wo wir in Beitostølen wieder viel Nahrung aufnahmen und Willis viel gepriesene Düse, auch Weltraumnahrung genannt, zum Einsatz kommensollte. Es war zunehmend kälter geworden und die warme Kleidung an der Station kam wie gerufen.
Es folgte ein kurzer, steiler Anstieg, eine kurze, rasante Abfahrt, bevor es bei aufgehender Sonne und Minusgraden mit über 10% bergauf zum Gipfel ging, der auf beachtlichen 1389m Höhe lag. Wir waren ziemlich groggy, und die lange, lange, bibberkalte Abfahrt, lies uns zunehmend auskühlen. Nach 60 Kilometer kamen wir durchgefroren in Randsverk, der nächsten Verpflegungsstelle an. Müde, unterkühlt und demotiviert legten wir uns ins Gras, schauten uns an, sahen den Besenwagen und entschieden: Hier ist Schluss!
Der Rest ist schnell erzählt: rein in den Besenwagen, der “ausgebucht” war (später hörten wir, es seien 100 Personen ausgestiegen, von ca. 600 Teilnehmern), und aufgetaut kamen wir in Sogndal an, wo wir im Zielbereich noch einen deftigen Grillteller verschlangen (natürlich nicht den Teller). Wohlwissend, die richtige Entscheidung getroffen zu haben, aber dennoch ein wenig deprimiert, fiel ich in einen tiefen Schlaf. Mir ist klar, dass ich diesen Ritt noch einmal machen werden, und dann halte ich durch!

Start und der erste Teil

 DSCN7513Freitag, 29. Juni, 2019

Natürlich wurde es zum Start hin hektisch. Die Startvorbereitungen (Anfahrt, Anmeldung, Stationensbeutel abgeben und Radmontage) nahmen mehr Zeit als geplant in Anspruch. So entfiel das geplante Nudelessen und ich schaufelte mir hektisch meine Notration Müsli ein, bevor der Startschuss pünktlich um 18 Uhr fiel.
Bei strahlendem Sonnenschein ging es im gemütlichen Tempo in einer aus circa 300 Personen bestehenden Radlergruppe durch das wunderschöne Tal bei Sogndal. Der erste Anstieg auf 700m gestaltete sich moderat und führte durch eine wildromantische  Schlucht. Gut gelaunt erreichten wir nach ungefähr 90 Kilometern gegen 22 Uhr die erste Verpflegungsstation in Vang.
Uns war klar, dass der schwierigste Teil noch vor uns lag ...

Jotunheimenrundt - Sogndal

DSCN7500Freitag, 29. Juni, 2018

Nach einem ausgiebigen Frühstück im Vandrehejm trafen wir letzte Absprachen, und bei strahlendem Sonnenschein noch ein kleiner Stadtbummel durch Sogndal, Geld tauschen und Eis essen.

Jetzt müssen noch die Beutel für die einzelnen Stationen gepackt werden und dann, vor dem Start, noch eine Mütze Schlaf.

Jotunheimenrundt - Anreise

DSCN7493Donnerstag, 28. Juni, 2018

Bremen - Hamburg - Oslo - Sogndal

Mit dem Zug nach Hamburg, dann mit dem Flieger weiter nach Oslo und dort noch einen Bummel durch Stadt und am Hafen gemacht. Zurück am Flughafen Oslo fuhr willi auch schon mit einer Pommesbude vor und dann es Richtung Sogndal. Je näher wir unserem Ziel kamen, desto schöner und wurde die Landschaft, immer steiler stiegen die Berge auf. Schließlich ging es mit einer Fähre über den Fjord, während die Abendsonne, die momentan hier nicht untergeht, ein tolles Licht auf die spektakuläre Landschaft warf.

 

 

 

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