England

Dienstag, 27. Juni, 2017

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Schietwetter, Hardcoreschleusen und ein deutsches Einkauferlebnis

Beeston – Chester

Morgens, galt der Blick der Wettervorhersage und dem Himmel. Danach wählten wir das Regenoutfit und bei typisch norddeutschem Landregen machten wir uns auf in Richtung der großen Stadt Chester.
Glücklicherweise kam der Wind von hinten, und somit war das unablässliche Prasseln der Regentropfen auf meine Regenjacke erträglich. Wenn schon an der Pinne stehen, dann wenigstens nicht das Wasser ins Gesicht! Nach einiger Zeit jedoch kroch die Kälte durch die Kleidung und jede Tasse mit heißem Tee, die die Crew brachte, war hoch willkommen. Knut hatte die die Regenvariante mit kurzer Hose gewählt und fröstelte entsprechend.
Unsere Schleusenqueens hatten einen entspannten Vormittag, da keine Schleusen ihre Aktivität forderten. Diesen Umstand nutzten sie, um erst einmal ausgiebig zu duschen und um anschließend beim Discounter der deutschen Herzen "Aldi" einzukaufen.
Nachmittags hörte es endlich auf zu regnen, und vorbei an langen Reihen von Kanalbooten, die dauerhaft am Ufer lagen, fuhren wir unterhalb der steil nach oben ragenden Stadtmauer entlang. als „tricky“ erwies sich die letzte, aus drei Kammern bestehende Schleusenanlage. Nach einigen Überlegungen und gut gemeinter Ratschläge anderer Kanalbootfahrer gelangte die „Rhonda“ sicher ans andere Ende der Schleusenanlage und an unser Ziel, einem Anlegeplatz nahe des historischen Stadtzentrums der Hauptstadt der Grafschaft Cheshires.
Jetzt hatten wir uns einen Tag Pause verdient!

Montag, 26. Juni, 2016

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Immer weiter ...

Middlewich – bei Beeston
Wir waren schon gestern bei Middlewich in den Middlewich Branch eingebogen, den wir auch heute bis Barbridge folgten und schipperten anschließend nach Norden auf dem Shropshire Grand Union Kanal.
Nach Barbridge folge der Kanal einer großen Straße und der Straßenlärm störte uns; waren wir doch das zwitschern der Vögel und das Plätschern des Wassers gewöhnt. Später wurde es jedoch merklich ruhiger.
Das Wetter war angenehm: es war leicht bewölkt mit sonnigen Abschnitten und die Temperatur betrug um die 18 Grad Cel., wobei der Wind mäßig aus Süd wehte.
Das Schleusen war weiterhin spannend, und unsere weibliche Crew zeigte sich zunehmend routiniert beim Kurbeln und Auf- bzw. Zudrücken der schweren Tore. Knut und ich wechselten uns an der Pinne ab. Mittlerweile hatte Knut den Dreh beim Steuern raus und sicher bugsierte er unser Schiff auch durch schmale Brückendurchfahrten.
Bei Brücke Nr. 108 hatte unsere Tagesetappe ein Ende, und in Sichtweite des „Shady Oak“ legten wir das Boot. Den Abend verbrachten wir in dem netten Pub bei Pubfood und und köstlichem englischen Bier, und erwartungsvoll blickten wir auf unsere nächste Strecke, dienoch ereignisreich werden sollte.

Sonntag, 25. Juni, 2017

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Schleusen-Queens

Hinter Anderton - Hinter Middlewich

Morgens aufwachen, einen heißen Tee, ein leckeres Frühstück in der Bugpantry und ringsherum die herrliche Landschaft, das war schon was Feines.
Dann ging die Reise auf dem Trent und Mersey Kanal weiter, machte hinter Northwich einen Bogen nach Süden, und vor Middlewich wartete die erste Schleuse. Die Aufregung an Bord war groß als Susanne und Angelika die Schleusentore bewegten, oder mit den schweren Stahlkurbeln die schwergängigen Klappen öffneten bzw. schlossen. Nachdem ich die Rhonda vorsichtig in die Schleusenkammer bugsiert hatte, schlossen die Frauen die alten, teils morschen Tore und das Wasser sprudelte in die aus Steinen bestehende Kammer. Stück für Stück stieg das Boot, und bald konnten die gegenüberliegenden Tore geöffnet werden. Jetzt ging es weiter bis zur nächsten Schleuse. Insgesamt mussten wir an diesem Tag fünf Schleusen bewältigen.
In Middlewich, das nicht gerade durch vor Attraktivität glänzte, tätigten wir bei LIDL (jawohl!!!) einen Einkauf und fuhren auf dem Middlewich unserem Tagesziel entgegen, welches die Anlegestelle hinter Brücke Nr. 22 werden sollte.
Bei herrlicher Abendsonne setzten wir uns auf unsere neuen Klappstühle neben das Boot und bewunderten in die pittoreske Hügellandschaft der Grafschaft Cheshires, während wir noch einmal voller Bewunderung die Schleusenaktivitäten unserer Frauen würdigten!

Sonnabend, 24. Juni, 2017

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Ein gelungener Start

Acton Bridge – hinter Anderton
Unsere Reise soll uns auf dem Mersey Trent-Kanal bis nach Middlewich führen, wor wir in den Middlewich-Branch einbiegen, und von dort wird uns der Shropshire-Union-Kanal nach Chester führen, von wo aus wir auf dem selben Kanalsystem zum ausgangspunkt gelangen wollen.
Nach einer kurzen Shoppingtour nach Northwich, während der wir auch schöne, orangene Stühle kauften und von einem Taxifahrer übers Ohr gehauen wurden, erreichten wir mittags den Liegeplatz unserer „Rhonda“, einem 58-Fuss, typischen Kanalboot.
Bevor das Einweisungsprozedere begann, nahm ich mein Folding-Bike in empfang, dass ich über eine Internetverkaufsplattform gekauft hatte, und die Verkäufer waren so freundlich, es mir ans Boot zu liefern. Sehr nett, typisch Englisch!!!
Der nette Herr vom Bootsverleih zeigte uns alle wichtigen Gerätschaften, erklärte Funktionen and Bord, und danach waren wir auf uns selbst gestellt ...
Gleich zu Beginn stellten zwei Tunnel die erste Herausforderung dar. Danach tuckerten wir gemächlich nach Anderton, wo ein imposantes Schiffshebewerk zum River Weaver unsere Aufmerksamkeit fand. Abends beendeten wir den ersten Törn an einem abgelegenen Platz im Grünen. eine tolle Reise hat ihren Anfang genommen ...

Sonnabend, 24. Juni, 2017

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Um Jahrhunderte zurück versetzt ...
Unsere erste Nacht verbrachten wir im Hollybush, einem Hotel-Restaurant, welches seine Ursprünge im 16. Jahrhundert hatte.
Früher als Farmgebäude benutzt, wurden die einzelnen Häuser nach und nach renoviert, und dienen dem Gast aus unseren Tagen als gemütliche Unterkunft, Restaurant mit traditionellem Pubfood und leckerem englischen Bier.
Nach einer behaglichen Nacht in der Vergangenheit stand uns eine spannende Reise auf Englands schönen Kanälen bevor.

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