2016 England

2016 Endlich wieder England!

DSCNHatten wir es während meines Sabbathjahres nicht geschafft in das Land des Ales, der Herrenhäuser und der Gärten zu reisen, so nutzten wir die Herbstferien zu einer einwöchigen Visite. Ferner hatten wir die Gelegenheit, unsere Freunde Les und Baig in ihrem neuen Haus am Fuße der Yorkshire Dales zu besuchen.
Der Flug von Bremen nach Manchester und die Weiterfahrt in das Dorf Cold Cotes zu unseren Freunden verlief reibungslos, zumal die milden Temperaturen angenehm waren und die abendliche Herbstsonne in einem tiefroten Sonnenuntergang mündete, der die Täler in ein dunkles Licht tauchte.
Von dem alten Sandsteinhaus aus dem 17. Jahrhundert, in dem unserer Freunde wohnen, genossen wir einen vorzüglichen Blick auf die pittoreske Berglandschaft der Umgebung. Die rustikale Inneneinrichtung strahlte eine wohlige Behaglichkeit aus; die Zimmer hatten tiefhängende Decken bzw. Türrahmen und waren in helllen Farben gestrichen. Die knisternden Flammen der Öfen und der Duft aus der Küche komplettierten die Wohlfühlatmosphäre.
Les hatte sich einer Knieoperation unterzogen, ging an Krücken und war noch nicht voll einsatzfähig. Deshalb blieb sie häufig zuhause, während wir mit Baig die Gegend erkundeten.
In Ingelton genossen wir ein englisches Frühstück und durchstreiften das mittelalterliche Clapham.
In Malhalm machten wir bei herrlciehn Sonnenschein einen Spaziergang durch die malerische Landschaft, entlang eines klaren Bergbachs zum alten Steinbruch.
Die alte, wieder restaurierte Ruine aus dem 15ten Jahrhundert in Bolton Abbey war unser nächstes Ziel, und in Skipton bestaunten wir den Leeds-Liverpool-Kanal, auf dem die urigen Narrowboats fuhren, auf denen wir im kommenden Jahr eine Reise durch die englische Kanalwelt unternehmen werden.
Abschliessend aßen wir mit unseren Freunden in einer traditionellen gemütlichen Dorfkneipe zu Abend, und tranken das vorzüglich schmeckende Bier.
Die am Rande des Peak Districts, zwischen Leek und Ashbourne, gelegene Moorview Farm in Winkhill,, bot uns für die letzte Zeit unserer Tour Unterkunft. Die komfortabel ausgestattete kleine Ferienwohnung ,mit herrlichem Blick auf die ländlich grüne Umgebung, bot zudem ein reichhaltiges English Breakfast, das jeden Morgen frisch von den Vermietern angerichtet wurde.
Unsere Ausflüge begannen in Bakewell, wo der allseits bekannte Bakewell Pudding hergestellt wird, und wo man durch einen restaurierten, mittelalterlichen Stadtteil bummeln kann, der vielen kleinen Geschäften Platz bietet.
Eyam, das zur Zeit der Pest zu einer Berühmheit gelangte, weil die Einwohner in einer Art Quarantäne die Ausbreitung dieser Krankheit entgegen wirkten, war ein weiterer lohnenswerter Besichtigungspunkt.
Chatsworth House, inmitten eines riesigen Parkgeländes gelegen, machte einen pomösen Eindruck, beherbergt eine Vielzahl interessanter Gemälde und dient u.a. als Kulisse für romantische Trauungszeremonien.
Weitere Ziele waren Ashbourne, Leek und Buxton.
Nach langem Suchen fanden wir endlich den Ort Peak Forest, in dem wir eine Eselfarm besichtigen wollten. Doch leider war diese schon vor einigen Jahren geschlossen worden, so dass wir unverrichteter Dinge wieder umkehrten.
Am Abend aßen wir noch einmal in einer typischen Dorfkneipe, und am Folgetag traten wir den unausweichlichen Heimflug an.
Dieser sehr schöne Urlaub bei meist sonnigem Wetter wird mir sicherlich noch lange in guter Erinnerung bleiben. Das Wiedersehen mit meinen alten Freunden war herzlich und hat mir viel Freude bereitet. Die Yorkshire Dales und das Peak District sind absolut empfehlenswert, denn sie bieten herrliche Berglandschaften, altertümliche Ortschaften und typisch englische kulinarische Genüsse ...

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